Umfeldgestaltung Ottertunnel

Westlich des Ottertunnels gelegene Kompensationsflächen des LBV-SH nach einer ergänzenden naturschutzfachlichen Optimierung durch das E+E-Vorhaben (Aufnahmejahr 2011).
Baggerarbeiten im Umfeld des Ottertunnels (Aufnahmejahr 2013).

Ein Beispiel für Optimierungsmaßnahmen im Umfeld des »Ottertunnel« ist die aus einem ehemaligen Acker (auf Hochmoortorf!) in extensiv genutztes Grünland überführte »Brandsauweide« bzw. »Lehmwiesen« genannte Kompensationsfläche des Landesbetriebes Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein.
Diese soll sich zu einem Donatorstandort für v. a. wenig mobile Amphibien- und Reptilienarten entwickeln.

Dazu wurden im E+E-Vorhaben u. a. die ehemaligen hydrologischen Verhältnisse wieder hergestellt (Grabenverdämmung und Dränagenschluss) und die Oberflächenverebnung zurückgeführt. Außerdem wurden Gewässer saniert und neu geschaffen, Überflutungsmulden ausgehoben und mit dem Bodenaushub Sandkuppen angelegt.

Es wird erwartet, dass die dort vorkommenden Arten, z.B. der Herpetofauna, wie Moorfrosch, Kammmolch, Knoblauchkröte oder Kreuzotter ihre Bestände im nahen Umfeld der Querungshilfen vergrößern werden.

Mit gewachsenen Populationen wird die Zahl der dismigrierenden Tiere zunehmen und dank der angelegten Leitstrukturen ist auch die Wahrscheinlichkeit stark erhöht, dass wandernde Tiere zu den Querungshilfen gelangen und Eignungsflächen jenseits der Autobahn erreichen können.

Die Maßnahmen unterstützen die im Planfeststellungsbeschluss definierten Kompensationsziele. Östlich der A 21 sind die Hochmoorböden weiterhin unter intensiver landwirtschaftlicher Nutzung. Dort wurden wasserwirtschaftliche Maßnahmen (WRRL) an der Brandsau und in einem circa zehn Meter breiten Uferstreifen durchgeführt.

Auf unbewaldeten Brachflächen der Landesforsten in der Brandsauniederung wurden weitere Trittsteine im direkten Querungsbauwerkumfeld entwickelt.