Kompensation und Kiesabbau

Die avisierte Endgestaltung der Kiesabbaufläche bildet einen essentiellen Baustein im Lebensraumverbund (Aufnahmejahr: 2011 )

Die noch im Kiesabbau befindliche Fläche soll als Beispiel dafür dienen, wie im Rahmen anstehender Abbaugenehmigungen Naturschutzziele frühzeitig und nachhaltig umgesetzt werden können. Ziel ist es, noch während der Abbau- und Verfüllungsphase, die Abbaugrube naturschutzfachlich optimiert zu pflegen und zu entwickeln, den Abbaubetrieb dabei aber nicht zu beeinträchtigen.

Die Stiftung Naturschutz steht daher in noch offenen Verhandlungen (Stand 2013) mit den Unternehmen und der UNB als Genehmigungsbehörde über die Verlängerung der Abbaugenehmigung und der entsprechenden naturschutzfachlichen Entwicklung während bzw. der Sicherung nach dem Auskiesungsbetrieb.

Diese Kiesabbaufläche dient nicht nur als essentielles Verbundelement zwischen zwei bereits gesicherten Flächen auf den Heide-/Magerrasenkorridoren. Sie kann, durch vorbehaltlich beim Abbaubetrieb mehr oder weniger zufällig entstehende Landschaftselemente, auch bedeutender Donatorstandort für seltene Arten sein. Beispielsweise sind dort die größten Larvalhabitate des Sechsfleckwidderchens der näheren Umgebung nachgewiesen worden. Im (circa ab Mai) äußerst nassen Jahr 2011 haben zahlreiche kleinflächige Staunässeflächen genügend lange Wasser geführt, sodass Kreuzkröten Massenentwicklungen vollziehen konnten.