Tagung „Wiedervernetzung in der Praxis", Flintbek 2011

Die Vorträge und Ergebnisse der Fachtagung

Straßen und Eisenbahnlinien zerschneiden die natürlichen Lebensräume von Tieren und Pflanzen. Querungshilfen wie Grünbrücken helfen Wildtieren, diese Hindernisse gefahrlos zu passieren. Durch eine ökologische Hinterlandanbindung gelingt theoretisch auch seltenen und weniger mobilen Arten die Querung. Doch wie sehen praktische Lösungen aus? Dies war Thema der Fachtagung „Wiedervernetzung in der Praxis – Korridore gemeinsam gestalten, dauerhaft sichern!“. Die zweitägige Veranstaltung fand am 23. und 24. November in Flintbek (Schleswig-Holstein) statt und wurde gemeinsam ausgerichtet vom Deutschen Jagdschutzverband, der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein als Projektträgerin, den Schleswig-Holsteinischen Landesforsten, dem Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr, dem Wildpark Eekholt und dem Institut für Natur- und Ressourcenschutz der Universität Kiel. Unterstützt wurde die Veranstaltung zudem vom Bildungszentrum für Natur, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein.

Ausgangspunkt der Fachtagung ist das vom Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums geförderte Erprobungs- und Entwicklungsvorhaben „Holsteiner Lebensraumkorridore“. Dabei wird die modellhafte Einbindung von Querungshilfen in das Umland am Beispiel der Grünbrücke Kiebitzholm (Kreis Segeberg) mit zahlreichen lokalen Partnern wie den Jägern entwickelt und erprobt.

Die Veranstaltung richtete sich an Experten aus Verwaltung, Wissenschaft und Praxis, die an der Planung und Umsetzung von Wiedervernetzungsprojekten beteiligt sind.

Material und Downloads der Vorträge:

  • Programmbroschüre (PDF)
  • Exkursionsführer (PDF)
  • Wildlife overpass Kiebitzholm (PDF)
  • Prof. Dr. Beate Jessel (Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz): Die ökologische Bedeutung des Verbundprojektes vor dem Hintergrund der Nationalen Biodiversitätsstrategie in Verbindung mit dem Bundesprogramm Wiedervernetzung (PDF)
  • Dr. Björn Schulz (Projektleiter Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein): Das Modellprojekt Holsteiner Lebensraumkorridore (PDF)
  • PD Dr. Heinrich Reck (Universität Kiel): Planungspraktische Empfehlungen auf Grundlage von Monitoring-Ergebnissen zur bioökologischen Wirksamkeit von Querungshilfen - Eine Untersuchung des Landesbetriebes Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (PDF)
  • Ute Kröger (Wildpark Eekholt): Wiedervernetzung mit und für die Menschen in der Region – Die Kommunikationsstrategie in den Holsteiner Lebensraumkorridoren (PDF)
  • Dr. Hans-Joachim Mader (Ratsvorsitzender Stiftung Naturlandschaften Brandenburg): Der Ökologische Korridor Südbrandenburg (PDF)
  • Dr. Friederike Scholz (BUND): Biotopvernetzung – Netze des Lebens. Ein Life + Kommunikationsprojekt (PDF)
  • Julia Steiner (WWF-Deutschland): EU-Strategie »Green Infrastructure« - Konzepte und Möglichkeiten der Finanzierung in Deutschland (PDF)

Ergebnisse der Arbeitskreise

  • Arbeitskreis 1: Leitung Ute Kröger (Wildpark Eekholt) & Dr. Friederike Scholz (BUND): Erfolgreiche Wege in der Öffentlichkeitsarbeit - Wie nimmt man die Gesellschaft mit? (PDF)
  • Arbeitskreis 2: Leitung PD Dr. Heinrich Reck (Universität Kiel): Umfeld von Querungshilfen gestalten und optimieren (PDF)
  • Arbeitskreis 3: Leitung Dr. Björn Schulz (Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein): Vom Modellprojekt zur Umsetzung - Über Probleme und Lösungen bei Kooperationen, Finanzierung und Akzeptanz (PDF)
  • Arbeitskreis 4: Leitung Thomas Jacobi (Schleswig-Holsteinische Landesforsten): Forstflächen und Wiedervernetzung - Die Integration von Trittsteinen und Verbundlinien in die Forstpraxis (PDF)

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Kontakt für Rückfragen:

Dr. Björn Schulz
Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein
Eschenbrook 4, 24113 Molfsee
Tel.:  0431 2109043
E-Mail: schulz@sn-sh.de