Haselmaus

Das Wissen um die Verbreitung der Haselmaus in Schleswig-Holstein ist noch recht jung - dank der Mithilfe von über 4.500 Kindern bei zahllosen Nussjagden auf einem recht guten Stand.

Die Haselmaus ist eine europaweit geschützte Art und kommt in der Projektregion nur um Bad Segeberg herum vor. Ein langfristiges Projektziel ist, dieses Hauptvorkommen mit der kleinen Inselpopulation westlich von Neumünster zu verbinden (siehe Karte). Das bestehende Knicknetz könnte als Wanderachse für die Haselmaus fast reichen, doch ist dieses noch zu lückig und in vielen Knicks müssten Sträucher nachgepflanzt werden. Das käme auch den Menschen zu Gute, denn Knickholz ist derzeit sehr gefragt!

Aktuelle Nachweise von Haselmäusen in der Region. Ziel ist die Verbindung der Populationen rund um Segeberg mit der westlich von Neumünster.
Haselmäuse brauchen breite artenreiche Knicks

Rothirsch

Der Rothirsch ist ganz besonders von der Zerschneidung seiner Lebensräume betroffen. Im Projektraum trennen die Trassen der A7, der A21 und zukünftig auch noch der A20 die Teillebensräume des größten Landsäugers Schleswig-Holstein. Auf diese Isolation führen Genetiker die beobachteten Inzuchtdepressionen in einigen Beständen zurück - höchste Zeit also für eine Wiedervernetzung der Rothirschlebensräume. Das wäre nicht nur für diese imposante Wildart gut, der Rothirsch könnte als "Lebensraumgestalter" und "Artentaxi" auch anderen seltenen Arten bei der Ausbreitung und Wiederansiedlung helfen. Und Dank der Grünbrücken erreicht der Rothirsch dafür auch andere Landkreise...

Die Verbreitung des Rothirsches in Schleswig-Holstein (Quelle: WTK, 2005)
Ziel ist die Wiederausbreitung des Rothirsches, das Zulassen seiner Naturschutzleistungen und die Erlebbarkeit des Wildes!

Kreuzotter und Warzenbeißer

Diese beiden Tierarten sind nicht gerade Kuscheltiere - Gefahr geht von Ihnen aber auch nicht aus. Ganz im Gegenteil sind sie vielmehr selbst stark gefährdet. Warzenbeißer und Kreuzotter stehen stellvertretend für Landschaftsttypen, die einst prägend für die Region waren und mittlerweile nur noch kleinstflächig intakt sind: Heiden und Magerrasen. Ziel des Projektes ist, diesen Arten und ihre Lebensräumen wieder mehr Platz zu geben und in einen guten Zustand zu versetzen. Das kann an vielen Stellen geschehen: z.B. in Kiesgruben, an Weg- und Ackerrändern und natürlich auf allen ehemaligen Heidestandorten.

Unweit der Grünbrücke gibt es gute Kreuzotterbestände - noch schafft sie es allerdings nicht hinüber...
Auch Heuschreckenbestände sind verinselt, das "zip zip" der Warzen-beißerbalz hört man nur noch selten.