[Translate to English:] Knickinitiative

Zaunbau zum Schutz heranwachsender Vegetation im Rahmen der Knickinitative

Die Wiedervernetzungsprojekte „Holsteiner Lebensraumkorridore“ (Laufzeit: 2010 – 2013) und „Wiedervernetzung“ (2013 – 2017) haben zum Ziel, die bestehenden Querungshilfen an der A21 (Kiebitzholm) und die geplanten Bauwerke an der A7 (Bad Bramstedt, Brokenlande) jeweils mit ökologischen Hinterlandanbindungen auszustatten und diese großräumig miteinander zu vernetzen.

Mit der Segeberger Knickinitiative als Teil des Vernetzungsvorhabens soll die Knicklandschaft in ihrer Verbundfunktion für Arten isoliert voneinander liegenden Wäldern gestärkt werden. Dafür ist es in vielen Regionen notwendig sie wieder durchgängi zu gestalten, also vorhandene Bestandeslücken zu schließen oder strauchlos gewordene Knicks wieder zu bepflanzen.

Mit Hilfe von Fördermitteln von Land, Bund und EU werden im Projekt seit 2011 die Knicks von Partnerlandwirten so optimiert, dass sie typischen Knickarten wieder als Lebensräume dienen können. Hauptmaßnahme ist dabei die Bepflanzung lückig gewordener Knicks mit ausschließlich standortheimischen, Knick-typischen Gehölzen zertifizierter regionaler Herkunft. Zum Bepflanzen der Knicks wird vorbereitend die Grasnarbe gemäht. Um die Gehölze in der Anwachsphase vor Wildverbiss zu schützen, wird um die Knicks herum vorübergehend ein Wildschutzzaun gesetzt.

Gestartet wurde die Segeberger Knickinitative im Umfeld der Grünbrücke Kiebitzholm. In dieser ersten Umsetzungsphase konnten insgesamt rund 1.000 m Lücken in den Knicks durch Wiederbepflanzung geschlossen werden. Im Herbst 2013 wurden nordöstlich von Wahlstedt noch einmal 2.500 m Knicks und Knicklücken neu bepflanzt, gefördert durch Mittel des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER).

Die E+E-Projektpartner, aber auch der Kreis und das Land wollen die Knickinitiative in den nächsten Jahren weiter fortsetzen. Das wird wichtigen Zielarten wie z.B. Haselmaus (Muscardinus avellanarius) und Rothirsch (Cervus elaphus) dabei helfen, sich auch großräumig wieder auszubreiten und alte sowie neue Barrieren zu überwinden.

  • 16.09.2011 Bauernblatt: "Projekt Holsteiner Lebensraum Korridore startet Segeberger Knickinitiative" (Opens external link in new windowexterner Link)
  • 01.09.2011 OH-Anzeiger: "Weg frei für die Haselmaus: Das Entwicklungsvorhaben Holsteiner Lebensraumkorridore start Segeberger Knickinitiative" (Initiates file downloadpdf)