Heidenelke

Vegetationsökologie

Bei der Wiedervernetzung von Lebensräumen denkt man zunächst vor allem an Tiere, weil sich diese aktiv fortbewegen können und dadurch direkt von den Wiedervernetzungsmaßnahmen profitieren können. Um den Erfolg der Maßnahmen zu beurteilen ist es allerdings auch wichtig, die Entwicklung der Vegetation zu betrachten. Denn erstens hängt von der Vegetationsentwicklung einer Maßnahmenfläche entscheidend ab, ob diese für bestimmte Tierarten als Lebensraum oder Wanderachse geeignet ist und zweitens profitieren auch Pflanzenarten davon, wenn in unmittelbarer Umgebung wieder mehr geeignete Standorte zur Verfügung stehen. Denn gerade unter den seltenen und gefährdeten Pflanzenarten befinden sich überwiegend Spezialisten, die auf ganz bestimmte häufig nur noch sehr isoliert in Landschaft vorkommende Lebensräume wie Heiden oder Magerrasen angewiesen sind.

Im Rahmen einer Doktorarbeit an der Christian-Albrechts-Universität Kiel (Dipl.-Biologin Kerrin Müller) wird unter anderem die Entwicklung der Vegetation auf den Maßnahmenflächen und benachbarten Trittsteinbiotopen untersucht und ein Konzept zum großflächigen Monitoring von Wiedervernetzungsmaßnahmen entwickelt. Im Frühjahr 2011 wurden die ersten Dauerbeobachtungsflächen angelegt. Untersucht wird aber auch die großflächigere Verbreitung einzelner Zielarten im Umfeld der Grünbrücke Kiebitzholm, beispielsweise der Heidenelke (Dianthus deltoides), einer Heide- und Magerrasenart, die in Schleswig-Holstein stark gefährdet ist.