Steckbrief E+E-Vorhaben "Holsteiner Lebensraumkorridore ... für Haselmaus, Hirsch & Co."

Träger: Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein, Eschenbrook 4, 24113 Molfsee

Partner: Schleswig-Holsteinische Landesforsten (AöR), Deutscher Jagdverband e.V., Wildpark Eekholt, Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein, Institut für Natur- und Ressourcenschutz der Universität Kiel

Ziel: Im Erprobungs- und Entwicklungsvorhaben (E+E) “Holsteiner Lebensraumkorridore“ wurde erstmalig erreicht, eine Querungshilfe über eine Bundesautobahn ökologisch so an ihr Hinterland anzubinden, dass verinselte Lebensräume und Schutzgebiete in einer ansonsten intensiv land- und forstwirtschaftlich genutzten Landschaft wieder miteinander und über die Barriere Autobahn hinweg vernetzt werden.

Maßnahmen: Die Maßnahmen vernetzen die artenreichen, innerhalb und außerhalb von Schutzgebieten gelegenen Lebensräume so miteinander, dass nun eine weitgehend barrierenfreie Ausbreitung auch anspruchsvoller Arten über eine Strecke von mehreren Kilometern ermöglicht ist. Dabei sind einige teils unerprobte Maßnahmen zur Anwendung gekommen, wie z.B. die Einrichtung eines Naturwaldbandes, das über Wirtschaftseinheiten des Forstes hinweg verbliebene naturschutzfachliche Wertflächen im Wald miteinander und mit der Querungshilfe verbindet. Die Einrichtung eines durchgängigen „Heidekorridors“ wiederum bedingte, dass an anderen Stellen Teile von Wirtschaftswäldern in Magerrasen überführt wurden. Insgesamt konnten für Arten der Wälder, der Gewässer und Auen sowie der Magerrasen und Heiden durchgängige Lebensraumbänder eingerichtet werden. Erste erfolgreiche Wiederausbreitungsprozesse konnten v.a. bei Arten von Pionierlebensräumen beobachtet werden. Die Beteiligung der regionalen Öffentlichkeit v.a. durch die Arbeit des Wildpark Eekholts hat stark dazu beigetragen, dass die Wiedervernetzungsziele in der Region bekannt sind und die oft umfangreichen Maßnahmen mitgetragen werden.

Laufzeit: 2008 - 2009 (Vorstudie), 2010 - 2013 (Hauptvorhaben), 2010 - 2015 (wiss. Begleitung)

Finanzierung & Fördervolumen: Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums (Förderquote 66 2/3 %), 1,02 Mio € (nur Hauptvorhaben)

Projektmanagement
Dr. Björn Schulz (Opens window for sending emailmail)
Fon: ++49(0)431 210 90 43

Fachbetreuung im BfN
Marita Böttcher (Opens window for sending emailmail)
Fon: ++49(0)341  3097721

Wissenschaftliche Begleitung
PD Dr. Heinrich Reck (Opens window for sending emailmail)
Fon: ++49(0)431 880 4538